Rund 40 Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte sind zu einem gemeinsamen Mittagsformat der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO e.V.) zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Austausch mit Dr. Eva-Maria Silies, Geschäftsführerin der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg – und damit die Frage, welche Bedeutung die Universitätsmedizin für die Region hat.
Universitätsmedizin Oldenburg wächst – nächster Meilenstein 2026
Die Universitätsmedizin Oldenburg (UMO) ist noch jung, befindet sich jedoch in einer dynamischen Entwicklungsphase. Ein wichtiger Meilenstein steht bereits bevor: Im Herbst 2026 werden erstmals 200 Studierende im Studiengang Humanmedizin aufgenommen. Parallel dazu wird die Zusammenarbeit zwischen der Universität Oldenburg und den Krankenhäusern in Stadt und Region weiter vertieft. Auch in der Forschung werden bewährte Schwerpunkte – etwa in der Hörforschung – weiter ausgebaut und neue Themenfelder entwickelt.
„Die Aufgabe, die vor uns liegt, ist groß – aber wir freuen uns auf die weiteren Studierenden, weil wir damit als Universitätsmedizin gemeinsam wachsen und in die Region wirken können“, betonte Dr. Silies in ihrem Vortrag.
Auch aus Sicht der regionalen Wirtschaft ist die Stärkung des Universitätsstandorts ein zentrales Thema. Andrea Maria Waden, Mitglied der IHK-Vollversammlung, hob die Bedeutung für die Fachkräftegewinnung hervor: „Die medizinische Versorgung in der Region ist auch ein Standortfaktor für die Gewinnung von Fach- und Führungskräften.“ Als Mit-Initiatorin des Business Women-Netzwerks setzt sie sich dafür ein, die Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter zu stärken.
Brücken zwischen Universität, Wirtschaft und Gesellschaft
Dr. Stefanie Abke, seit November 2025 Vorsitzende der Universitätsgesellschaft Oldenburg, unterstrich den Wert des neuen Formats: „Das Lunchmeeting von IHK und UGO bietet dazu spannende Möglichkeiten. Mit einem Format speziell für Frauen widmen wir uns außerdem einer Zielgruppe, die wir gemeinsam noch stärker in den öffentlichen Fokus rücken möchten.“
Die Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. engagiert sich seit 1973 für eine starke Universität als Treiberin von Zukunftsfähigkeit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit rund 1.000 Mitgliedern macht die UGO Wissenschaft erlebbar, baut Brücken in Wirtschaft, Kultur, Politik und Zivilgesellschaft, bietet ein eigenes Veranstaltungsprogramm und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Die IHK-Business Women sind ein noch junges Netzwerk der Oldenburgischen IHK. Es richtet sich an Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte und schafft Raum für Vernetzung – untereinander und mit Expertinnen aus regionalen Projekten und Initiativen.



